Ein wenig versteckt im Schatten Hamburgs liegt eine zweite, kleinere aber sehr gemütliche Hansestadt: Lübeck. Was hat die als Ausflugsziel zu bieten?
Lübeck: Stadt mit Tradition
Im Norden Deutschlands, direkt an der unteren Trave liegt die beschauliche Hansestadt. Nur 17 Kilometer braucht es von der Altstadt bis nach Travemünde an die Ostsee. Die Stadt selbst wurde auf einem Hügel gebaut, der von der Wakenitz umgrenzt ist. Durch diese günstige geografische Lage war Lübeck im Mittelalter ein wichtiger Ostseehafen und ein nordeuropäischen Machtzentrum. Den Höhepunkt seiner Macht hatte Lübeck im 14. Jahrhundert und war neben Köln und Magdeburg die größte Stadt des Reiches. Mit dem Bedeutungsverlust der Hanse ging jedoch auch Lübecks Zeit als “Königin der Hanse” vorüber. Schlecht war das für die Entwicklung der Stadt jedoch nicht zwangsläufig, denn im Gegensatz zum großen Nachbarn Hamburg behielt die Hansestadt dadurch ihren ganz eigenen Charme.
Die Altstadt ist bestens erhalten und zeugt noch heute von der großen Vergangenheit der Hanse. Die typische Architektur und Stadtstruktur lockt jedes Jahr jede Menge Besucher an. Jugendherbergen, Hotels und Ferienwohnungen, die man für die Stadt auf http://www.dertour.de suchen kann, sind immer wieder ausgebucht. Doch was genau reizt die Touristen an Lübeck?
Der Hafen
Bei den Hansestädten ist natürlich eines immer sehr interessant: der Hafen. Der Lübecker Hafen ist der größte deutsche Ostseehafen, der eine Verbindung zu Skandinavien, Russland und dem Baltikum darstellt. Am Ostpreußenkai legen Kreuzfahrtschiffe und Großsegler an, im Skandinavienkai im Stadtteil Travemünde weitere Fracht- und Passagierschiffe. In der Hafenstraße gibt es zudem authentische Kultur: Die Hafenschuppen 10/11 stehen unter Denkmalschutz und noch heute sitzt dort die Hafenverwaltung.
Sehr stadtnahe Kai-Anlagen sind dagegen kaum noch ein Umschlagplatz für Waren und wurden zum Museumshafen Lübeck ernannt. Viele Schiffe ankern hier und warten darauf besichtigt zu werden. Da viele der Schiffe noch seetüchtig sind, wechselt die Belegschaft immer wieder.
Das Weltkulturerbe
1987 erhielt Lübecks Altstadt von der UNESCO den Titel Weltkulturerbe. Damit wurde zum ersten Mal eine ganze Altstadt als Flächendenkmal anerkannt. Kein Wunder also, dass sich die Touristen gern in der historischen Altstadt auf Spurensuche begeben und sehen möchten, was Lübeck ausmacht. Ausschlaggebend ist vor allem die mittelalterliche Stadtentwicklung, die man noch anhand von alten Karten genau nachvollziehen kann, die Stadtsilhouette mit den Giebeldächern, Türmen und Kirchen und der vorindustriellen Bausubstanz. Wichtige Bauwerke, die von der UNESCO ausgezeichnet sind, ist der Komplex des Rathauses, das Burgkloster, das Viertel der Patrizierhäuser, die Petrikirche, der Dom, das Holstentor, das Kaisertor, die Wallanlagen, der Salzspeicher und den Koberg mit der Jakobikirche und dem Heiligen-Geist-Hospital. Bei einem Spaziergang wird einem garantiert nicht langweilig, da man von einem historischen Bauwerk zum nächsten stolpert.
Doch auch kulturell wartet Lübeck mit vielen Theatern, Museen, Konzerten und Kinos auf. Durch die vier Hochschulen in der Stadt wird die Tradition in Lübeck immer wieder neu belebt und auch das Nachtleben kommt in der Hansestadt nicht zu kurz. Urlauber kommen hier immer auf ihre Kosten.